Magazin Zubehör

Zigarrenaschenbecher: worin er sich vom Zigarettenaschenbecher unterscheidet

Ein Zigarrenaschenbecher hat breitere und tiefere Mulden, die eine Zigarre mit Ringmaß 50 bis 60 sicher tragen, und ein größeres Volumen, weil eine Zigarre deutlich mehr Asche produziert. Die Mulde soll die Zigarre waagerecht halten — eine schräg liegende Zigarre brennt einseitig ab.

Der Unterschied wirkt wie eine Formalität und ist funktional: Ein Zigarettenaschenbecher hält eine Robusto nicht, und eine Zigarre, die auf dem Rand balanciert, rollt herunter oder brennt schief.

Kurz gefasst

Muldenbreite
passend bis Ringmaß 60
Lage
waagerecht, nicht abfallend
Volumen
deutlich größer als bei Zigaretten
Material
Keramik, Glas, Stein — nicht Kunststoff

Die Mulde

Eine Zigarre mit Ringmaß 50 hat knapp zwei Zentimeter Durchmesser; bei Ringmaß 60 sind es fast zweieinhalb. Die schmalen Kerben eines Zigarettenaschenbechers nehmen das nicht auf.

Wichtiger noch ist der Winkel: Die Mulde soll die Zigarre waagerecht halten oder den Kopf leicht anheben. Fällt die Zigarre zum Fuß hin ab, wandert die Wärme nach vorn und der Abbrand wird einseitig.

Volumen

Eine Zigarre produziert ein Vielfaches der Asche einer Zigarette, und die Asche soll liegen bleiben können, ohne dass der Aschenbecher nach zwanzig Minuten voll ist.

Ein zweiter Grund für Volumen: Eine Zigarre wird nicht ausgedrückt, sondern abgelegt und geht von selbst aus. Sie braucht dafür Platz, in dem sie nicht mit der Ablagefläche in Kontakt kommt.

Material

Keramik, Glas, Stein und Metall vertragen die Wärme des glühenden Kegels dauerhaft. Kunststoff nicht — er verformt sich und gibt Geruch ab, der unmittelbar am Rauch liegt.

Glasierte Keramik hat den praktischen Vorteil, dass sich kalter Rauchgeruch nicht festsetzt und sie sich vollständig auswaschen lässt. Unglasierter Stein nimmt Geruch dauerhaft an.

Häufige Fragen

Warum braucht man einen speziellen Zigarrenaschenbecher?

Weil die Mulden breit genug sein müssen, um eine Zigarre mit Ringmaß 50 bis 60 sicher zu tragen, und weil eine Zigarre ein Vielfaches der Asche einer Zigarette produziert. Zusätzlich soll die Mulde die Zigarre waagerecht halten, damit sie nicht einseitig abbrennt.

Drückt man eine Zigarre im Aschenbecher aus?

Nein. Eine Zigarre wird abgelegt und geht innerhalb von ein bis zwei Minuten von selbst aus. Ausdrücken presst den Brandkegel zusammen und erzeugt einen intensiven kalten Rauchgeruch, der im Raum bleibt.

Weiterlesen

Passende Beiträge zum selben Thema.

Alle Beiträge
  • Arbeiterin geht an gestapelten Zigarren in einer Manufaktur vorbei

    Technik & Ritual

    Zigarre rauchen: Zugtempo, Asche und die drei Drittel

    Eine Zigarre wird nicht auf Lunge geraucht, sondern im Mund geschmeckt. Das übliche Tempo liegt bei etwa einem Zug pro Minute; schneller erhitzt den Rauch und macht ihn scharf.…

    3 Min. Lesezeit

  • Historische Rollmaschine und Zigarren auf einer Werkbank

    Technik & Ritual

    Schiefer Abbrand, Tunneling, Canoeing: Ursachen und Korrektur

    Ein schiefer Abbrand entsteht meist durch ungleichmäßiges Anzünden, ungleichmäßige Feuchte oder Zugluft. Korrigiert wird, indem die zurückliegende Seite mit der Flamme…

    3 Min. Lesezeit

  • Abstrakte Illustration zum Thema Zubehör

    Zubehör

    Zigarrenfeuerzeug: Jetflame, Weichflamme oder Streichholz

    Zigarrenfeuerzeuge brennen mit Butan, weil es geruchsneutral verbrennt. Jetflame-Modelle sind windfest und schnell, erzeugen aber rund 1.300 °C und verkohlen bei zu geringem…

    2 Min. Lesezeit