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Longfiller, Shortfiller, Mediumfiller: der Unterschied im Inneren

Bei einem Longfiller besteht die Einlage aus ganzen Tabakblättern über die volle Länge; er wird von Hand gerollt. Ein Shortfiller enthält zerkleinerten Tabak und wird überwiegend maschinell gefertigt. Der Unterschied betrifft Abbrand, Zugverhalten und Lagerfähigkeit — Shortfiller reifen nicht nach.

Zigarrenrollerin bei der Handfertigung in der Manufaktur

Die Bezeichnung steht auf fast jeder Verpackung und bezieht sich auf etwas, das man nicht sieht: die Einlage. Sie ist dennoch die folgenreichste Einzelangabe, weil sie über Machart, Preis und Lagerung zugleich entscheidet.

Kurz gefasst

Longfiller
ganze Blätter, handgerollt
Shortfiller
zerkleinert, meist maschinell
Mediumfiller
größere Blattstücke
Nachreifen
nur Longfiller

Longfiller

Die Einlage besteht aus ganzen Blättern, die über die volle Länge der Zigarre verlaufen und vom Roller zu einem Bündel gefaltet werden. Diese Faltung erzeugt die Luftkanäle, durch die der Rauch zieht — sie ist der eigentliche Kunstgriff beim Rollen und der Grund, warum ein Longfiller nicht maschinell in gleicher Weise herstellbar ist.

Longfiller brennen langsamer und gleichmäßiger, halten die Asche besser und entwickeln über die Länge ein verändertes Profil. Sie reifen zudem nach: In stabiler Lagerung verändern sie sich über Jahre.

Shortfiller

Die Einlage besteht aus zerkleinertem Tabak, häufig aus Verschnitt der Longfiller-Produktion. Das Material lässt sich maschinell verarbeiten, was Shortfiller deutlich günstiger macht — die meisten Zigarillos sind Shortfiller.

Sie brennen schneller und heißer ab, weil die kurzen Stücke mehr Oberfläche bieten und mehr Luft durchlassen. Und sie reifen nicht nach: Das zerkleinerte Material hat die Struktur verloren, in der sich die langsamen Ausgleichsvorgänge abspielen.

Mediumfiller

Die Zwischenstufe verwendet größere Blattstücke, aber keine ganzen Blätter. Sie kommt vor allem bei europäischen Zigarren vor und verbindet einen Teil der Brenneigenschaften eines Longfillers mit der maschinellen Verarbeitbarkeit eines Shortfillers.

Was das für die Lagerung heißt

Longfiller gehören in einen Humidor und profitieren von stabiler Feuchte. Shortfiller haben von einer langfristigen Humidorlagerung wenig; sie werden in ihrer Verpackung gelagert und innerhalb überschaubarer Zeit geraucht.

Beide vertragen Austrocknung schlecht — aber bei einem Shortfiller ist der Schaden begrenzt, während ein ausgetrockneter Longfiller einen dauerhaften Deckblattschaden davonträgt.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Longfiller und Shortfiller?

Bei einem Longfiller besteht die Einlage aus ganzen Tabakblättern über die volle Länge der Zigarre, und er wird von Hand gerollt. Ein Shortfiller enthält zerkleinerten Tabak und wird überwiegend maschinell gefertigt. Longfiller brennen langsamer und gleichmäßiger und reifen nach.

Sind Zigarillos Shortfiller?

Die meisten ja. Zigarillos werden überwiegend maschinell mit zerkleinerter Einlage gefertigt, was sie deutlich günstiger macht. Es gibt allerdings auch handgerollte Longfiller-Zigarillos; die Angabe steht bei den einzelnen Artikeln.

Muss man Shortfiller im Humidor lagern?

Eine langfristige Humidorlagerung bringt bei Shortfillern wenig, weil das zerkleinerte Material nicht nachreift. Sie werden in ihrer Verpackung gelagert und innerhalb überschaubarer Zeit geraucht. Austrocknung sollte dennoch vermieden werden.

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