Der Unterschied zwischen Zigarette und Zigarre zeigt sich am Ende deutlicher als am Anfang — und das Ausdrücken ist die Gewohnheit, die am hartnäckigsten mit herübergenommen wird.
Kurz gefasst
- Methode
- ablegen, nicht ausdrücken
- Erlischt nach
- 2–5 Minuten ohne Zug
- Grund
- Ausdrücken presst Kondensat frei
- Aschenbecher
- breite Mulde, tiefe Ablage
Warum eine Zigarre von allein ausgeht
Die Glut einer Zigarre wird durch den Zug am Leben gehalten. Anders als eine Zigarette, die durch Papier und Zusätze auch ohne Zug weiterglimmt, kommt ein Longfiller ohne Sauerstoffnachschub innerhalb von zwei bis fünf Minuten zum Erliegen.
Das ist die vorgesehene Art, eine Zigarre zu beenden: hinlegen, liegen lassen, fertig. Nichts weiter zu tun ist hier tatsächlich die richtige Handlung.
Was beim Ausdrücken passiert
Drückt man den Fuß in die Asche, wird der Strang gequetscht. Das im Tabak gesammelte Kondensat — Teere und schwere Öle, die sich über die Rauchdauer eingelagert haben — tritt aus und verdampft an der Restwärme.
Das Ergebnis ist ein kalter, säuerlich-scharfer Geruch, der deutlich länger im Raum steht als der Rauch selbst. Wer schon einmal einen Raum betreten hat, in dem eine Zigarre ausgedrückt wurde, kennt den Unterschied zu einem, in dem eine abgelegt wurde.
Was der Aschenbecher dazu beitragen muss
Ein Zigarrenaschenbecher hat eine breite, flache Mulde und eine lange Ablagerinne. Beides ist funktional: Die Zigarre soll ruhig liegen, ohne dass der Fuß Kontakt zur alten Asche bekommt.
- Ablagerinne lang genug für den Ringdurchmesser des Formats.
- Mulde tief genug, dass die Asche eines ganzen Rauchgangs Platz hat.
- Kein Zigarettenaschenbecher: Die Kerbe ist zu schmal und die Zigarre rollt heraus.
- Asche nicht zwischendurch ausleeren — sie dämpft Geruch und Restglut.
Wenn man später weiterrauchen will
Eine abgelegte Zigarre lässt sich innerhalb von ein bis zwei Stunden wieder anzünden, sofern man vor dem Ablegen die Asche abgestreift hat. Eine ausgedrückte nicht: Der gequetschte Fuß zieht nicht mehr sauber und schmeckt beim Wiederanzünden durchgehend bitter.
Häufige Fragen
Wie lange braucht eine Zigarre, bis sie von allein ausgeht?
Zwei bis fünf Minuten, abhängig von Ringmaß und Feuchte. Dickere Formate halten die Glut etwas länger, aber ohne Zug erlischt jede Zigarre von selbst.
Warum riecht eine ausgedrückte Zigarre so unangenehm?
Beim Ausdrücken wird das über die Rauchdauer eingelagerte Kondensat aus dem Strang gepresst und verdampft an der Restwärme. Dieser kalte Rauchgeruch hält sich deutlich länger im Raum als der Rauch der brennenden Zigarre.
Sollte man die Asche vor dem Ablegen abstreifen?
Ja, wenn man später weiterrauchen möchte, denn ein sauberer Fuß lässt sich gleichmäßig wieder anzünden. Wird die Zigarre endgültig beendet, spielt es keine Rolle.